Weites Betätigungsfeld

In den fünfziger Jahren beschäftigte sich Linggi bei der Contraves-Bührle mit der Realisierung der Flugabwehr-Raketen-Steuerung, danach mit dem Aufbau des Institutes für Mess- und Regelungstechnik an der ETH und mit der Steuerung der Thyratron-Gleichstrom-Motoren für SNCF-Lokomotiven.  

Er war sogar einmal mit einer geheimen Mission beauftragt, als er für Landis & Gyr in der kernphysikalischen Abteilung (dem späteren Cern) tätig war. Es ging, man darf es heute, nach 20-jähriger vereinbarter Stillhaltung, erzählen, um ein Atomwaffenprogramm und die Messgeräte dazu. Walter Linggi war damals zuständig als Nuklear-Physiker mit Schulung im damaligen PSI (Paul Scherrer Institut). Dann 1961/62 unterschrieb die Schweiz den Atom-Sperr-Vertrag, Inst.) womit diese geheime Technik zu Ende ging. Noch bis Mitte 1980 durfte niemand erfahren, dass Walter Linggi einer der Geheimnisträger war, nur die Kursteilnehmer an seinen Strahlenschutz-Kursen im Auftrag der SUVA konnten es erahnen. Er war zuständig für die Dosimeter- und Geiger-Zähler-Entwicklung, ab 1964 auch zugänglich für den Zivilschutz und die Onkologie in allen Spitälern für die Strahlen-Messung.